Kompression in der Lymphdrainage
Die Kompression ist ein zentraler Bestandteil der Lymphdrainage-Behandlung. Sie sorgt dafür, dass der Erfolg der manuellen Lymphdrainage stabil bleibt und sich die Schwellung nicht erneut aufbaut. Ohne Kompression würde sich die angestaute Flüssigkeit im Gewebe oft schnell wieder sammeln.
Warum ist Kompression so wichtig?
Nach der Lymphdrainage ist das Gewebe weicher und entstaut. Damit dieser Effekt anhält, wird durch Kompressionsbandagen oder Kompressionsstrümpfe ein gleichmäßiger, sanfter Druck auf das Gewebe ausgeübt. Dieser Druck:
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verhindert die Neubildung von Schwellungen
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unterstützt den Abfluss der Lymphflüssigkeit
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fördert die Durchblutung und die Muskelpumpe
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stabilisiert das Gewebe langfristig
Wie wird komprimiert?
Je nach Befund kommen unterschiedliche Formen der Kompression zum Einsatz:
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Kompressionsbandagen: Besonders in der Entstauungsphase, individuell anpassbar.
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Kompressionsstrümpfe: Für den Alltag, um das Ergebnis dauerhaft zu halten.
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Apparative Kompression: Gerätegestützte, rhythmische Druckwellen als Ergänzung zur Therapie.
Für wen ist Kompression geeignet?
Kompression wird vor allem eingesetzt bei:
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Lymphödemen
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Lipödemen
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Schwellungen nach Operationen oder Verletzungen
Was spüren Patientinnen und Patienten?
Die Kompression sollte sich fest, aber angenehm anfühlen. Sie darf nicht einschneiden oder Schmerzen verursachen. Richtig angewendet, empfinden viele Menschen sie als entlastend und stabilisierend.